Konzert am 14.10.2018 in der evangelischen Kirche

Das Beste kam nicht zum Schluss, sondern am Ende des ersten Drittels: Da sangen der Kinder- und Jugendchor MeOLa und die MenSingers "We are the world" von Michael Jachson. Die Kinder und Jugendlichen übernahmen die Strophen und Solopassagen, der Refrain wurde von beiden Chören gemeinsam gesungen.

Das war optisch ein Mix aus grünen MeOLa-Sweatshirts und der schwarz-roten Kleiderordnung der Menzsingers, akkustisch wechselten sich Kinder- und Erwachsenen-, Frauen- und Männerstimmen ständig ab und kamen so der vielseitigen Vorlage sehr nahe. Besonders hervor taten sich die Solisten Emma Hanisch und Frederik Pommer, die sehr ergreifend im Duett sangen und großen Anteil an der Begeisterung im Publikum hatten. Davor und danach bewiesen beide Chöre, dass sie auch außerhalb von Gottesdienstauftritten „liefern“ können (liefern heißt es immer bei DSDS). Das Repertoire der MeOLas ist bekanntermaßen breit – sie intonierten „Das Beste“ von Silbermond, „Pendel“ von Yvonne Catterfield und „Wir sind willkommen“. Oft wurde der Text noch durch kleine Choreographien untermalt und immer gingen die Kinder und Jugendlichen konzentriert zu Werk. Auch die Menzsingers wussten mit sehr unterschiedlichen Beiträgen zu gefallen. Ein Highlight war sicher der Beitrag „Wir sind Gottes Kinder“ aus dem Musical Luther, der mit viel Applaus bedacht wurde. Das Publikum war im Übrigen keinesfalls zur Gänze verwandt und verschwägert mit den Vortragenden. Da waren viele dabei, die am Sonntag Abend gut gemachte Musik sehen und hören wollten. Und genau die kamen während der eineinhalb Stunden voll auf ihre Kosten. Denn neben den Chören spielte der Menzinger Posaunenchor mehrmals recht rockig oder „fetzig“ (Originalton Petra Mechler) auf und der Klang konnte sich wirklich hören lassen. Und dann war da noch die Art und Weise, wie die elf Musikerinnen und Musiker selbstbewusst und teilweise breitbeinig die Bühne einnahmen – Respekt. Abgerundet wurde der musikalische Abend durch zwei Beiträge von Johannes Merkle an der Orgel. Sichtlich begeistert stellte Pfarrerin Nuss zum Schluss fest: „Unser Dach mag einen Schaden haben, aber unter dem Dach geht ganz schön der Punk ab.“ Gedankt wurde den drei Dirigenten, die sehr kooperativ miteinander umgingen, Petra Mechler für die gelungene Moderation und all denen, die sich für die Bewirtung engagierten.