Auftritt des Kinderchores MeOLa beim Gottesdienst im Grünen in Oberacker

Beim abwechslungsreichen Gottesdienst im Grünen, der durch den Posaunenchor und die neuen Konfirmanden mitgestaltet wurde, durfte der Kinderchor MeOLa zwei Lieder beisteuern.

Zum einen sang der gesamte Chor das Kinderlied aus Tabaluga: „Ich bin groß und du bist klein“. Zum anderen das eher jugendlich ausgerichtete Lied „Was würdest du tun?“ aus dem Film „Bibi und Tina“. Beide Lieder wurden überzeugend und engagiert vorgetragen und durch choreographische Einlagen visualisiert und vertieft.

Dass das Kinderlied mehr ist als ein oberflächlicher Singsang war Dagmar Appenzeller wichtig. Und tatsächlich macht das Lied Unterschiede zum Thema, die einfach nicht überwindbar sind. Ein Drache, so heißt es, kann kein Salamander sein. Und das Feuer, das der Drache ausspeit, hätte für den Salamander sogar tödliche Folgen. Statt Friede, Freude, Eierkuchen Abstand und Distanz. Doch Eines wollen Drache und Salamander auf keinen Fall: Sie wollen einander niemals feindlich begegnen. Ein löblicher Vorsatz, den die Sänger und Sängerinnen glaubwürdig vermittelten.

Beim zweiten Lied wird sofort deutlich: Hier geht es um ganz viel, um ein richtig großes Thema, ein aktuelles Thema - um das Thema Flucht. Und die Frage: „Was würdest du tun?“ Das Thema rückt ganz nah an einen heran und eine Frage folgt der nächsten, zum Beispiel im Refrain: „Und wie stark kann man sein, wieviel Kraft ist dabei, wieviel Mut, wieviel Glück?“ Das Lied passt in unsere Zeit. Der Chor passt in unsere Zeit. Und die Kinder und Jugendlichen stellen sich, begleitet von Dagmar Appenzeller und Pfarrerin Stefanie Nuss eben diesen Zeitfragen. Auf kreative und einfühlsame Weise. Das ist ein großes Glück für unsere Kinder und für die beiden Gemeinden Menzingen und Oberacker.

Nils Kolb